Julia Albinus

11. März 2018, posted in Amerika, Film, Hollywood, Los Angeles, Nordamerika, Reise, StarsHast du eine Entscheidung schon mal aufgeschoben bis sie dir fast auf die Füße gefallen ist?

Touristen sind Reisende, 
die ihren Besitz verbrauchen, 
um sich den Besitz anderer anzusehen. 
Ernst Heimeran (1902 – 1955)

Welcome to America! 


Kennst du das Gefühl einfach weg zu wollen?

So ging es mir in den letzten Wochen. Schon längst hatte ich mein Kanadavisum in der Tasche. Ungewöhnlicherweise wusste aus meinem Freundeskreis kaum jemand davon.

Tja, und dann fing ich mich so langsam an zu äußern, rückte nur allmählich mit der Sprache raus. Ich hatte keine Ahnung was ich in Kanda wollte. In meinem Kopf schwirrte nur diese eine Flause rum: Skilehrer werden!


Einfach mal wieder ein bisschen Action erleben und anderen etwas beibringen. Das fühlte sich gut und richtig an. Also kehrte sich das Blatt und ich begann darüber zu reden was ich vor hatte. Ich will raus – diesmal ungewöhnlicherweise – nicht in 3. Weltländer nach Asien. Nö, ich schreite mal wieder eine Lebensstufe weiter und reise nach Kanada. 

Meine Freunde begrüßten die Idee, meine Eltern – Mama, ich habe nichts anderes erwartet –  erklärten mich für verrückt. 

Es wurde ernster und ernster. Gebucht hatte ich noch nichts. Naja, und dann fragte mich ein Kumpel ob ich denn nicht mitmag zu Tony Robbins. – Klar, wollte ich mit. Was das für mich bedeutete?- Mehraufwand. Organisation, auf die ich ja mal so relativ wenig Lust hatte.

Organisation? Ordnung reinbringen? – Wirklich?

Ich wagte also einen Blick auf die Landkarte. Aha, da ist es also dieses San Jose. Nicht weit weg von Los Angeles und San Francisco. Nice, Nice. „Bietet sich also an einen größeren Trip draus zu machen.“, dachte ich mir. 
Endlich habe ich den ersten und bis dato einzigen Flug gebucht. Let´s go to L.A. Schwuppdiwupp sitze ich im Flieger. Tagelang vorher zerbreche ich mir den Kopf was ich denn diesmal an Gepäck mitnehmen soll, denn Kanada wird kalt. Meinen Raw Food Blog möchte ich gerne voranbringen, also brauche ich meinen kleinen Mixer und mehr als Handgepäck soll es doch Bitteschön auch nicht werden. Ich entschuldige mich damit, dass ich ewig nicht mehr schoppen war. Also, sei es mir gegönnt vor Ort zuzuschlagen. 

Im Landeanflug auf L.A. kann ich meinen Augen kaum trauen
Der Anflug kam mir vor wie aus Film und Fernsehen. Die Sonne ging gerade unter und die Hills stachen hervor. Ein Traum. 
Ich hatte ein bisschen Bammel vor der Einreise. – Danke liebes Internet dafür. – Völlig unbegründet. Der Officer scherzte mit mir und fragte mich, ob ich „Lebensmittel“ dabei hätte. – Natürlich nicht, würde ich mich garnicht trauen und auch keine Zigaretten. Schon hieß es: „Welcome to America.“
Das war easy. Als ich dann endlich draußen war und WLAN empfangen konnte, war ich beruhigt, denn Nelson von Ess-Zimmer.net holte mich mit dem Auto ab. Großartig. Das lief wie ein Länderspiel, und der krönende Abschluss; ich wohne direkt am Hollywood Boulevard. Das Hostel ist ein Traum und die Mädels aus dem Dorm alle sehr aufgeschlossen. 
Zugegeben, das merkte ich erst nachdem ich meinen Jetlag halbwegs überwunden habe, denn der kickte diesmal ein bisschen rein.
ich und mein Obst, Obsti, Obsti, Obst

Unterwegs auf dem Hollywood Boulevard war sogar ich einmal kurz überfordert mit all dem Trubel. Gefühlt wollte jeder nur an mein Geld. Souverän bin ich allen vorbei spaziert und habe dem was da so kam nur getrotzt. Musste ja auch keiner wissen, dass ich vor Hunger fast ohnmächtig war. Und, schon tauchte wie aus dem Nichts ein kleiner Mexikaner mit seinem Obststand auf. Jawoll, schön scharfes Obst regt doch den Kreislauf an.

Das war mein erster voller Tag in Hollywood. Ich war fertig mit der Welt und konnte mein Glück nicht fassen. 
Tag 2 war aufregender als ich es mir hätte vorstellen können. Also, bleibt gespannt!
Fortsetzung folgt,
Eure Jule!


Geschrieben von Julia

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