Julia Albinus

27. März 2018, posted in American Food, Amerika, Burger, Nordamerika, Reise, San Diego, Sonnenschein und Skater, SurfspotsEin Haircut sorgt für Aufregung.

Nun sind wieder ein paar Tage vergangen und das sonnige Kalifornien hat mir noch mehr von der bright site of life gezeigt. Nach dem Tony Robbins Event verbrachten wir wieder einige Zeit im Van. Auf dem Highway One sollte es Richtung L.A. hochgehen. Gut, dass wir erst unterwegs erfahren haben, dass der Highway 1 schon seit 1,5 Jahren teilweise wegen Schlammrutschen gesperrt ist. Naja, immerhin haben wir 50 Meilen der malerischen Küste betrachten können. Ich dachte mir: `Reisen alá Julia´, und jepp so ist es auch. Nur das Genie beherrscht das Chaos und mit Vorbereitung hätte ich nicht mal diesen Abschnitt sehen können.
Der Highway One - Das Flachsschiff Amerika´s
Das Bild gibt nicht annähernd die Pracht der Westküste Amerika´s wieder
Mit wir meine ich Nelson und mich. Der Gute hat mir immer noch Gesellschaft geleistet, oder ich ihm? – Spielt keine Rolle. Wir hatten eine lustige Zeit zusammen. Die erste Nacht verbachten wir dann wieder in L.A.. Es war bitterkalt. Am Anfang meiner Reise war ich nicht auf Roadtrip eingestellt und hatte dementsprechend auch keinen Schlafsack. Ich hielt mich mal wieder für besonders abgeklärt und wusste, dass ich es irgendwie überstehe. Und das habe ich auch. Für die zweite Nacht war ich schlauer. Ich zog meiner meiner dicksten Klamotten an und schlief wie ein Baby. 
Hippie Beach - Ocean Beach San Diego
Ocean Beach California – einer der unzähligen Surfspots in San Diego
Die 2. Nacht verbrachten wir am Santa Monica Pier in einer Wohngegend. Am nächsten Tag gingen wir den Farmers Market, die hier in Kalifornien zum gesellschaftlichen Leben wie Starbucks gehören, und ich nutzte die Zeit zum Arbeiten im – Trommelwirbel: Starbucks, bevor wir nach San Diego aufbrachen. Ich freute mich ehrlich gesagt schon auf Surfer, Strände und T-Shirt Wetter. Diesen Wunsch erfüllten mir die Meteorologen nur teilweise.- Ca. 18°C sind an sich schon warm, aber für mich nicht ausreichend, um Körper am Strand zu stehlen. Dennoch, danke für den Sonnenbrand im Gesicht. Der Teint tut gut und gibt mir wenigstens ein bisschen Surferfeeling.

IPA am Port von San Diego
Wenn dich die kalifornische Sonne küsst,
gib ihr ein Küsschen zurück ;o)

Kakzeen, Palmen und Meer- Willkommen in San Diego
always look on the bright side of life – Walk durch San Diego
Zum Anbeißen! – Burger im Hodas

 

I´m on Fiji time, no hurry no worry - Hondas Ocean Beach
Hodas Ocean Beach. Anstehen lohnt sich.
Simon says Coffee - San Diego
Simon says ist ein amerikanisches Kinderspiel. In Deutschland
haben wir ein ähnliches Spiel, was wir „Alle Vögel fliegen hoch
nennen.“ Man muss also das machen, was Simon sagt. In dem
Fall sagt er: Kaffee!

San Diego ist toll. 

Alles ist easygoing und relaxt. Am Ocean Beach tummeln sich skurrile Leute, die zum Wrastlen auffordern, da Nelson´s  Frisur sie scheinbar ans Militär erinnerte. Lächerlich. Der Typ war auf Krawall aus, obwohl Nelson ihn hätte umpusten können. Was hat der Kerl bloß für schlimme Erfahrungen gemacht, oder war bei ihm etwa Alkohol im Spiel? – UND: Was haben wir gelacht. Nach dem Strandtag sind wir die lässigen 11km zurück zum Hostel spaziert. Die Stadt wirkte so nochmal gründlicher auf uns. Ich fand sie immer noch sehr schön. Am Abend gönnte ich mir wieder ein Ale und zwei ältere polnische Männer gesellten sich zu uns. Sie haben Warschau 1978 verlassen und genossen ihren Lebensabend in San Diego, und in Freiluftbars am Harbour. Die beiden waren echt richtig gut drauf und genossen ihren American Lifestyle. Bevor sie gingen sagten sie: „Enjoy yourself! Take care!“, diese Worte wirkten. Auf Reisen wahrscheinlich gleich nochmal stärker.

Auf der Lande- und Startbahn der USS Midway

Den Sonntag nutzen wir für Kultur. 

Wir hatten Freikarten für die USS Midway, die von 1942 bis 1992 im Einsatz war. 23USD gespart, denn beim letzten Ale am Harbour sprach mich ein Pärchen an, ob ich schon auf der USS Midway war. Das verneinte ich und schwubdiwups zogen sie 2 Freikarten aus der Tasche. Hauptgewinn dachte ich mir, denn dieses Highlight wollte ich mir nicht entgehen lassen. Der Flugzeugträger liegt imposant im Hafen von San Diego. Selbst nach einem Tag auf dem Schiff habe ich gefühlt noch nicht alles gesehen. – By the way in San Diego wurde die US Navy geboren und ist noch heute hier zu Hause. Die USS Midway hatte im Kalten Krieg ihren längsten Einsatzzeitraum. – Just for info.
Die Tage gingen super schnell vorbei und waren sehr amüsant. Insgesamt lag mir wohl fast zu jeder Tageszeit ein breites Grinsen auf den Lippen.
Bis heute Nachmittag. – Wie ein Wüstenmuli zog ich mit meinem Gepäck zur Santa Fe Station San Diego, um meine Reise ´all the way up anzutreten´. Es war warm, mein Rucksack viel zu schwer und ich war vollgefuttert. Am richtigen Reisegepäck muss ich für diese Reise wohl noch üben. Aber hey ich freute mich auf meine Fahrt mit dem Amtrak. Als kleiner Angsthase sitze ich halt eben lieber im sicheren Zug, als das ich meine Reise allein im Auto verbringe. Heute trennten sich also die Wege von mir und Nelson. Die 5 Stunden Fahrt vergingen wie im Flug. Aufgrund meiner zauberhaften Family habe ich sehr unterhaltsame Reiselektüre dabei, die ich nun endlich verschlingen konnte. Dabei fiel mir wieder auf, was es doch für ein Geschenk ist eben mal wieder internationale Luft um die Ohren geweht zu bekommen und Erfahrungen fernab vom Massentourismus zu machen. Danke Familie und ein großes Danke an mich selbst den Mut gesammelt zu haben! An dieser Stelle noch eine kleine Anekdote aus Tony Robbins. Ja, das Event wirkt nachhaltig. Also auf geht’s; beugt dich ein bisschen nach vorn, streck´ den rechten Arm in die Luft, knick ihn ein und klopf´ dir auf die Schulter.

Der Zug schlängelte sich immer an der Küste entlang. Schaute ich rechts aus dem Fenster sah ich die Berge. Unendliche Weiten und sehr freundliche Schaffner. 

Bevor ich mich wieder ins Reiseleben stürze nochmal kurz zurück zu Nelson: Abenteuerlustig wird er die nächsten Monate auf dem Pacific Brest Trail – von Mexiko nach Kanada, also einmal quer durch Amerika- laufend verbringen. Hut ab!

In diesem Sinne, bleibt gesund und munter.
Eure Julia

Alles Einsteigen bitte!
Bye, bye San Diego – hello Abenteuer!

Geschrieben von Julia

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